"WENN DU ETWAS MACHST, MACH ES RICHTIG"
Nachdem sich Johannes Ostfalk lange Zeit dem Fußball als seine sportliche Hauptdisziplin verschrieben hatte, packte ihn 2019 plötzlich die Faszination für das Trailrunning. Erfolgreich und nachhaltig, wie sich mittlerweile angesichts seiner bisherigen Trailrunning-Laufbahn herausstellt…
Nicht ganz unbeteiligt an der sportlichen Entwicklung von Johannes ist sein Bruder Markus Rock, der ihn erstmals im wahrsten Sinne des Wortes auf den Trailrunning-Pfad brachte. Nachdem er damals selbst verletzungsbedingt auf seine Teilnahme beim Mountainman Nesselwang 2020 verzichten musste, übernahm Johannes kurzerhand den Startplatz für den Trail M mit 22 km. Danach war für ihn klar, dass er sich zukünftig intensiv diesem Sport widmen möchte – auch wenn dies das Ende seiner fußballerischen Aktivitäten bedeutete.
Geprägt wird Johnny von Menschen, die ihn auf unterschiedliche Weise inspirieren: Kilian Jornet mit seiner Art, den Sport zu leben, sein Freund Moritz auf der Heide mit beeindruckender mentaler Stärke und der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, und sein Bruder Markus, der ihn mit seiner gelassenen, gesunden Einstellung zum Leben erdet. Durch den Sport hat sich für Johnny vieles verändert – körperlich wie mental. Er kümmert sich heute bewusster um seine Gesundheit, hält seinen Körper belastbar und hat durch harte Wettkämpfe an mentaler Stärke gewonnen. Trailrunning hat so seine Lebensqualität spürbar gesteigert. Dankbar ist Johnny vor allem für seine Familie, die ihm viel von dem mitgegeben hat, was ihn heute ausmacht, und ihn inzwischen regelmäßig bei Rennen unterstützt. Ebenso schätzt er seine Gesundheit, die Möglichkeit, draußen in der Natur unterwegs zu sein, und einen Sport, der ihn wirklich begeistert. Ein stabiles Umfeld und ein enger Freundeskreis geben ihm zusätzlich Halt.
Menschen, die mit Trailrunning anfangen möchten, rät Johnny, es unkompliziert zu halten: „Einfach Laufschuhe anziehen und erstmal easy loslaufen. Es reicht schon der heimische Wald um die Ecke, denn auf einfachen Waldwegen und Single-Trails kann man gerade zu Beginn am besten auspro¬bieren, ob einem das schnelle Bewegen im Gelände Spaß macht.“ Den inneren Schweinehund sieht er weniger als Gegner – wenn man für die Trails brennt, wird Training schnell zu einem festen Teil des Alltags. Was hilft, dauerhaft fokussiert zu bleiben, ist ein klar strukturierter Trainingsplan, idealerweise begleitet von jemandem, der das Ganze professionell steuert. So bleibt die Motivation hoch und der Spaß am Sport erhalten.
STECKBRIEF
6 Fragen an Johannes
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„Ich gehe ab und zu, gerade als Alternativtraining, im Sommer auch gerne aufs Rennrad oder Mountainbike und im Winter auch gerne zum Skimo. On top fahre ich auch Alpin Ski, allerdings in den letzten Jahren aufgrund des Laufsports und hauptsächlich wegen Skimo eher seltener.“
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„Das ist recht einfach bei mir: Ohne Wecker aufwachen, das ist meistens so gegen 07:30 Uhr, dann kurz klarkommen, 10 min Tageslicht am Balkon einfangen (meist während dem Zähneputzen), um wach zu werden, und anschließend einen starken Americano trinken. Danach kurz dehnen und mobilisieren und in die erste Laufeinheit starten. Anschließend gut Mittag essen, ausruhen/schlafen & regenerieren, um nachmittags die zweite Einheit durchzuführen, diese dann am liebsten am Rad. Nach einem guten Abendessen am besten noch mit Freunden treffen und gegen 22:00/22:30 Uhr ins Bett gehen. Dann bin ich glücklich! Ist natürlich genau in dieser Form nicht immer möglich, aber es werden immer mehr solche Tage, da ich mir das schon so zum Ziel gesetzt habe.“
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„Ein spezielles Ritual habe ich nicht, außer mir viel Zeit für Entspannung zu nehmen und gut, aber mit Bedacht zu essen. Ich versuch mich kurz vorher nicht mehr zu sehr zu verkopfen und rufe mir immer wieder in Erinnerung, dass die ganze Arbeit, also das Training, jetzt getan ist und die Belohnung darin besteht, dass ich laufen darf. Was immer gesetzt ist, ist ein doppelter Espresso am Race-Morgen!“
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„Gesund sein, meine Familie und Freunde um mich zu haben, mich körperlich so bewegen zu können, wie ich möchte und meinen Sport in der Art und Weise wie aktuell, ausüben zu dürfen!“
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„Mein aktuelles Lieblingsmodell ist der MADRIX Evo, den verwende ich fast für alles, von kurzen bis langen Trainingseinheiten, über lange Berg-Einheiten bis hin zu jeglicher Wettkampfdistanz. Wenn die Sohle abgenutzt ist, nehme ich ihn sogar beim Bahntraining weiter, bis er gar nicht mehr laufbar ist. Ich durfte nun aber kürzlich auch einen neuen Race-Prototypen testen, von dem ich jetzt schon weiß, dass es mein absoluter Favorit werden wird, das steht fest.“
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„Die Uhr stoppen, zum Verpflegungsstand gehen und salzig essen und anschließend IMMER ein alkoholfreies Bier reinkippen. Danach erstmal hinsetzen, klarkommen und checken, ob alles noch dran ist am Körper und ob ich ihm nennenswerte Schäden zugefügt habe. Das spürt man nämlich oft erst nach dem Race.“
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